SIGRID GRAJEK
Pressestimmen
„…Und schon wurden die Zuhörer elektrisiert von einer quirligen, schlanken, dunkelhaarigen, mittelgroßen Frau mit Herrenhaarschnitt sowie Schlips und Kragen. […] Einfühlsam wird Sigrid Grajek seit vier Jahren von der Berliner Pianistin Stefanie Rediske, die mit Hosenanzug und Baskenmütze auftrat, begleitet. Natürlich stand keine Claire Waldoff-Imitation auf der Bühne. […] Während sie (Anm.: Claire) vor allem durch ihr Mimik bestochen haben soll, war Sigrid Grajek - die übrigens auch dem Ruhrpott entstammt - zusätzlich gestenreich auf der Bühne unterwegs […] Nicht endender Beifall mit Fußtrappeln ließ der grazilen Künstlerin keine Wahl: Sie sang – zusammen mit dem ganzen Plenum - das Couplet "Wer schmeißt denn da mit Lehm?".“
Weser Kurier, 10.03.2011
„…In einer furiosen Abfolge aus Claire-Waldoff-Liedern und Skizzen aus deren Vita legte Grajek dar, wie das Mädchen aus dem Ruhrgebiet mit Umwegen über Hannover und Kattowitz die Theater- und Kabarettbühnen Berlins eroberte. [...] Faszinierend am Waldoff-Abend im Rathaus war vor allem, dass es Sigrid Grajek kunstvoll und selbstverständlich gelang, als Ich-Erzählerin in die Rolle des einstigen deutschen Superstars zu schlüpfen. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und einem enormen schauspielerischen Temperament vermochte sie ihren 120 Gästen deutlich zu machen, weshalb Claire Waldoff vor allem in der Zwischenkriegszeit in der Bevölkerung hohes Ansehen genoss. […] Das Stuhrer Publikum bedankte sich für den Einblick in das Leben dieser starken Frau, die bis heute Vorbildcharakter haben kann, mit viel Beifall.“
Delmenhorster Kreisblatt, 09.03.2011
„… Die Nachfolgegenerationen lernen eine prägende Persönlichkeit der großen Berlin Theaterzeit – und viel Theatergeschichte dazu – kennen, und die Gassenhauer der damaligen Zeit haben auch nach dem Tod der Waldoff 1957 noch erstaunliche Frische. Das liegt natürlich an der Grajek, die aus jedem Chanson ein Interprationsjuwel macht. Wie sie aus jener Zeit der Waldoff […] mit Charme, Ironie und politischer Wachheit bis hin zur Karikatur erzählt, ist hohe Schauspielkunst. […] Vom Typ her der Waldoff ähnlich, verblüfft sie durch die variable Wucht der Stimme, die auch mit zartem Pianissimo wie in „Das war sein Milieu“ überzeugt. […] Bei Sigrid Grajek tanzen Gesang- und Schauspielkunst ein Pas de deux, das man im Ballett virtuos nennt. Brava! – Mit ihrer Pianistin Stefanie Rediske, die auch als „Echo“ amüsiert oder gerührt agierte, hat sie eine ideale Begleiterin. Ein Silvesterabend im FliN-Theater, der Theatergeschichte schreiben wird, dank einer der raren Diseusen, die zum Ereignis wurde..."
theater pur, das Theatermagazin für NRW, Ausgabe 02/2011
„Die große Sigrid Grajek ist Schauspielerin, Kabarettistin, Moderatorin, Sprecherin, Texterin und – Claire Waldoff. […] Halb Chanson-Abend, halb musikalische Biografie – „Ich will aber gerade vom Leben singen …“ ist ein einmaliges Erlebnis.“
Tagesspiegel Berlin, 05.08.2010
„… Die Sängerin interpretiert dabei aber nicht einfach nur die Songs der „Urmutter aller Kabarettistinnen", sondern spinnt die Lebensgeschichte Waldoffs zwischen den Liedern. Das ist informativ und unterhaltsam wie ein glamouröser Chansonabend. Gekonnt kommuniziert Grajek auch mit ihrem Publikum, das alle Altersstufen umfasst...“
Siegessäule, August 2010
"... Schauspielerin Sigrid Grajek, sonst als „Coco Lorès“ auf den Comedy-Bühnen unterwegs, verkörpert die androgyne Ausstrahlung der Chansonette perfekt und die burschikose „Berliner Schnauze“, mit der sie ihre Figur – meist mit herausfordernd in die Hüften gestemmten Armen – durchgängig schwadronieren lässt, passt dazu. [...] Die größten Hits, „Wer schmeißt denn da mit Lehm“ und „Maskenball im Ziegenstall“ führen zwar nicht wie aufgefordert zur Polonaise, werden aber erfreut mitgesungen. Ein freudiges Ende eines nostalgischen Liederabends ganz im Stile der sogenannten goldenen Zwanziger."
Wümme Zeitung, 10.05.2010
Sigrid Grajek:
„Ich will aber gerade vom Leben singen…“ – ein Claire Waldoff-Abend als musikalische Biographie
„…Sigrid Grajek aber, die als "kesser Vater" auftritt und über Stimme, Sprechkultur und ein ausgeprägtes groteskes Talent verfügt, bettet Waldoffs Lieder in eine Ich-Erzählung ihres Lebens ein. Den Eintritt der in vieler Hinsicht unkonventionellen Frau in die Reichskulturkammer zwischen der Deportation der jüdischen Freunde und den Bombennächten von 1943 lässt ihre Biografin allerdings aus. Grajek, am Klavier begleitet von Stefanie Rediske, beherrscht die Kunst des Couplets, dessen Strophen in die voraussehbare Pointe eines Refrains münden - Hugo Wiener und seine Interpretin Cissy Kraner waren die Letzten, die sie gepflegt haben. Das Schnoddrige und das Sentimentale liegen bei Sigrid Grajek wie bei Claire Waldoff, die auf dem Pragfriedhof begraben ist, eng beisammen. (…) Bitte bald wieder.“
Stuttgarter Zeitung, 10.03.2009
„…zeigte die Schauspielerin Sigrid Grajek am Sonntag im Renitenz, wo sie mit ihrer großartigen "Musikalischen Biografie" der fast Vergessenen ein würdiges Denkmal setzte. Mit Schlips, weißem Hemd und schwarzem Anzug verwandelt sich die Schauspielerin von heute in die Diseuse von damals, die im Rückblick ihr Leben ausbreitet - das Leben einer Frau, die sich viele Freiheiten nahm, lange bevor sie von der Gesellschaft gewährt wurden (…) Das Publikum dankt mit großem und herzlichen Beifall für das leidenschaftliche Porträt…“
Stuttgarter Nachrichten, 10.03.2009
„…Nicht nur die Musik, die Texte und die Darbietung von Claire Waldoff werden hier auf’s Feinste wiederbelebt. Die gesamte Show wird sehenswert ganzkörperinterpretiert. So rückt “das alte Berlin” dem Publikum näher und näher. Geschichten werden erzählt, die Liebe zu Berlin - damals wie heute - wird gründlich geweckt..."
Hauptstadtblog, 5. November 2008
"...Zum Brüllen komisch, zum Heulen schön und zum Mitsingen. Und so lesbisch wie nur was. Hingehen! Angucken!"
Siegessäule / März 2007
"...Sigrid Grajek hat ihre Paraderolle gefunden: die Kabarettistin Claire Waldoff. Hervorragend meistert Grajek die derben, aber niemals platten Texte der 1957 verstorbenen Berlinerin. (...) Ein kurzweiliger Abend."
Siegessäule / Mai 2007
